nachdenklich, traurig & irgendwie doch schön

Vielleicht ist es sogar schön
von Jakob Hein, Piper Verlag
Wo gekauft?
Das Buch habe ich von einer lieben Freundin geliehen bekommen. Sie hat es mir empfohlen, als wir über die beiden Schriftsteller - Vater & Sohn - Christoph Hein und Jakob Hein sprachen... Kaufen kann man das Buch ja bekanntlich auch hier.
Kurz gesagt:
liebevoll, ehrlich, still, philosophisch, interessant, nachdenklich
Etwas mehr gesagt:
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Erinnerungen des Autors an seine Mutter, die tödlich erkrankt ist und viel zu früh stirbt. Jakob Hein schreibt von seiner Hoffnung, dass seine Mutter wieder gesund wird, und von seiner Trauer, die letztendlich unbeschreibbar ist. Er erinnert sich in offener und ehrlicher Art an seine Kindheit, er als kleiner Junge und heranwachsender Mann, an seine lebensfrohe Mutter und seine Großeltern. Es entstehen persönliche Bilder dreier Generationen vor dem Hintergrund der jüngsten deutschen Geschichte. Jakob Hein schreibt in einfachen und direkten Worten, die seine kindliche und reifende Sicht auf seine Familie und sich selbst wiedergeben. Das beste Beispiel hierfür ist schon der Titel des Buches: "Vielleicht ist es sogar schön" - ein Satz, den die Mutter während eines Krankenhausaufenthaltes zu ihrer wehklagenden Bettnachbarin sagt. In diesen Worten stecken für mich unglaublich viel Hoffnung, Zuversicht, Glaube, Optimismus, Lebensfreude, ein lächelnder Blick, Weisheit, Liebe. Es ist ein Satz, der sich mir eingebrannt hat.
Das Buch habe ich schnell durchgelesen, obwohl es mich an vielen Stellen innehalten ließ, mich zum Nachdenken anregte. Jakob Hein hat in mir eigene, mitunter längst vergessen geglaubte Erinnerungen wachgerufen.
Schlusswort:
"...dass man stets aufs Neue dem Leben vertraut, obwohl man weiß, dass es tödlich endet..." (Thomas Köster)
wortmeer - 6. Feb, 19:11
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