worte zur literatur

Sonntag, 25. Mai 2008

ein buch ist...

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Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

Aus Arabien

Freitag, 7. März 2008

kinder der zone

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ZONENKINDER
von Jana Hensel, erschienen im Rowohlt Verlag
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Wie bin ich auf dieses Buch gekommen?
In der letzten Woche habe ich Euch das Buch Geteilte Träume von Robert Ide vorgestellt, das ich gerade ausgelesen hatte. Hierin bezieht sich der Autor auch auf die Zonenkinder von Jana Hensel. Das brachte mich auf den Gedanken, doch mal in meinem digitalen Archiv zu stöbern. Denn vor einigen Jahren habe ich zu diesem Buch ein paar Notizen festgehalten:

***

Es wurde vom Spiegel mit den Worten „Jana Hensel hat den Kindern der Zone, der ersten gesamtdeutschen Generation, …ein kleines Denkmal gesetzt...“ hoch gelobt, und tauchte, wie ich hörte, sogar in internationalen Reiseführern als Insidertipp für empfehlendwerte Bücher deutscher Autoren auf.
Angeregt durch eine Kollegin, die mich nach meiner Meinung zu diesem Buch fragte, nahm ich die Zonenkinder dann endlich auch einmal in die Hand.

Kurz gesagt:
peinlich, zum Aufregen, in sich widersprüchlich, pauschal, kindlich bockig, voller Selbstmitleid und Lethargie

Etwas mehr gesagt:
Womit ich überhaupt nicht klar kam, war die Ausdrucksform des Erzählens aus der Wir-Perspektive. Jana Hensel spricht nicht von sich bzw. in der Ich-Form. Sie schreibt aus der Sicht aller Zonenkinder, Kinder die in den Siebzigern geboren wurden und zum Zeitpunkt des Mauerfalls in der Pubertät steckten. Da bezieht sie mich mit ein. Aber wie kann die Autorin von wir sprechen? Als hätten wir alle das gleiche erlebt, als hätten wir alle die gleiche Meinung, die gleiche Sichtweise. Das ist definitiv nicht der Fall. Ich bezeichne mich als Individuum und blicke auf eigene Erfahrungen zurück.

Nach Meinung von Jana Hensel – hier spricht sie von unseren Eltern – "…hat diese Generation früher schon nichts verstanden und versteht heute erst recht nichts. Unsere Eltern sind einfach nur peinlich." Doch waren es zum Beispiel ihre Eltern, die, wie sie selbst schildert, verhinderten, dass sie an die Sportschule, in das System der Erziehung von Spitzensportlern kam.

Die Autorin lässt auch diese Generation nicht aus: "Na und die Generation der heute Mitt-/Enddreißiger. Denen ging es doch nicht schlecht. Sie haben sich gänzlich aus dem politischen Leben herausgehalten, hörten ihre Musik – hauptsächlich von The Cure – und kleideten sich auch danach. Denen war doch Politik egal." Auch hier wieder – nicht alle dieser Generation sind mit dunkler Kleidung, schwarz gefärbten, toupierten Haaren und stark geschminktem Gesicht durch die Straßen Ost-Berlins gelaufen. Sicher war dieses Auftreten in der Gesellschaft nicht immer vordergründig politisch bestimmt, doch war es ein äußeres Zeichen von Unangepasstheit und Anderssein.

Das Buch ist ein Beispiel von typischem Schubladen-Denken. Jana Hensel kategorisiert in Schwarz und Weiß, in Gut und Böse. Die Autorin liegt in ihrer Hängematte aus Selbstmitleid und Lethargie, die für mich die Aussage beinhaltet: Wir armen Zonenkinder, wir sind die großen Verlierer der Wende. Alle anderen Generationen hatten es da doch leicht.
Michaela-Dittrich schreibt in ihrem NEON-Artikel Die kuschlige Zone so schön treffend: "Jana Hensels Zonenkinder zeigt ein ehemaliges DDR-Kind, das auch heute noch in die Verhaltensmuster ihrer Kindheit zurückfällt."

Mein - dieses Mal etwas längeres - Schlusswort:
Hätte Jana Hensel das Buch aus ihrer persönlichen Perspektive geschrieben, dann müsste ich mich als Zonenkind sicher nicht dafür schämen und gegenüber Dritten davon distanzieren. Aber so ist es, wie ich finde, ein peinliches Buch für alle Zonenkinder.

Mir ist es wichtig, die Zwischentöne zu erkennen, die einzelnen Schicksale zu betrachten und nicht zu Verallgemeinern. Die Geschichte kann, auch von denen, die sie selbst erlebt haben, nicht pauschal betrachtet und beurteilt werden, wie es Jana Hensel in meinen Augen mit ihrem Buch Zonenkinder tut.

***

Ich muss vielleicht dazu sagen, als ich das Buch gelesen habe, als ich diese Zeilen vor einigen Jahren schrieb, war ich für ein paar Wochen in Brüssel... Für meine damalige Kollegin die erste Gelegenheit, einen echten Ossi zu befragen. Da hat es mich schon sehr geärgert, welches Bild die Autorin mit ihrem Buch in der Welt von unserer Generation hervorgerufen hat.

Dienstag, 4. März 2008

differenziert reflektiert

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Geteilte Träume
Meine Eltern, die Wende und ich

von Robert Ide, erschienen im Luchterhand Literaturverlag

Wo gekauft?
Dieses Buch war neben diesem und jenem auch ein Weihnachtsgeschenk*.

Kurz gesagt:
ehrlich, offen, respektvoll, liebevoll, differenziert, kritisch, neugierig, fragend

Etwas mehr gesagt:
Ich persönlich habe noch kein Buch gelesen, das die eigene Kindheit in der ehemaligen DDR, die Zeit des Mauerfalls und das Leben im vereinten Deutschland so differenziert reflektiert wie Robert Ide in Geteilte Träume. Er stellt kritische Fragen, betrachtet sie in unterschiedlichen Blickwinkeln, sucht nach Antworten oder lässt sie einfach offen und regt damit zum Nachdenken, zur tieferen Betrachtung der eigenen Geschichte, des eigenen Umfeldes an.
Im Mittelpunkt stehen der Autor, seine Eltern und seine Freunde. Ich finde bewundernswert, wie ehrlich, kritisch - auch sich selbst gegenüber - und gleichzeitig mit liebevollem Respekt er schreibt.
Da lässt sich vernachlässigen, dass sich einige Aspekte im letzten Viertel des Buches wiederholen, ich beim Lesen der Überlegungen, Fragen und Gedanken das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten.
Robert Ide, Journalist, schaut nicht nur auf seine eigenen Erinnerungen, sondern lässt durch seine berufsgeprägte Neugier auch Erfahrungen anderer mit in seine Gedanken einfließen.
So schreibt er zum Beispiel von seinem Besuch des westdeutschen Anwalts, der die ostdeutsche Fluggesellschaft INTERFLUG, wo Ides Mutter arbeitete, abgewickelt hat.
Bei seinen Erinnerungen kommen auch immer wieder seine besten Freunde und damaligen Klassenkameraden, deren Erlebnisse und Entwicklungen vor. Nicht nur dadurch macht er deutlich, dass trotz ähnlicher Lebensläufe, die Erinnerungen und Erfahrungen eines jeden sehr unterschiedlich sind, jeder seine eigene Geschichte hat.

Schlusswort:
Zum Buch gibt es eine eigene Website, auf der man stöbern, weitere Infos und eine Leseprobe entdecken kann. (Ihr seht sie im Hintergrund auf dem Foto.)

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* Ein ganz lieber Gruß & Umarmung an meine M&P!

Donnerstag, 28. Februar 2008

widmung vergangener tage

Irgendwann und irgendwo fiel mir beim Stöbern in einer Kiste voller Bücher ein kleiner Gedichtband in die Hände, der noch heute in meinem Bücherregal steht: Ich habe einen Traum gepflanzt von Hans Kruppa. Gestern blätterte ich wieder einmal darin und mein Blick fiel auf diese handgeschriebene Widmung des unbekannten Schenkers für seine Auserwählte:

Liebe S.
ich habe einen Traum gepflanzt
vielleicht auch du
auf jeden Fall ein Stück von mir
für dich du süße Birke du.
Habe einen sooo schönen Tag
A.

24. Juni 1987

(mit zwei gemalten Herzen verziert)

Jedes Mal, wenn ich diese Zeilen lese, frage ich mich, wer S. & A. waren, wie sie zueinander standen und was wohl aus ihnen geworden ist...

Gut 24 Jahre sind inzwischen vergangen...
Damals... Ich ging noch zur Schule. Es war gerade kurz vor den Sommerferien, in denen ich verreiste und mich schwärmerisch verliebte... unglücklich, wie mein Tagebuch schreibt - verziert mit tränenden Herzen.

Mittwoch, 6. Februar 2008

nachdenklich, traurig & irgendwie doch schön

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Vielleicht ist es sogar schön
von Jakob Hein, Piper Verlag

Wo gekauft?
Das Buch habe ich von einer lieben Freundin geliehen bekommen. Sie hat es mir empfohlen, als wir über die beiden Schriftsteller - Vater & Sohn - Christoph Hein und Jakob Hein sprachen... Kaufen kann man das Buch ja bekanntlich auch hier.

Kurz gesagt:
liebevoll, ehrlich, still, philosophisch, interessant, nachdenklich

Etwas mehr gesagt:
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Erinnerungen des Autors an seine Mutter, die tödlich erkrankt ist und viel zu früh stirbt. Jakob Hein schreibt von seiner Hoffnung, dass seine Mutter wieder gesund wird, und von seiner Trauer, die letztendlich unbeschreibbar ist. Er erinnert sich in offener und ehrlicher Art an seine Kindheit, er als kleiner Junge und heranwachsender Mann, an seine lebensfrohe Mutter und seine Großeltern. Es entstehen persönliche Bilder dreier Generationen vor dem Hintergrund der jüngsten deutschen Geschichte. Jakob Hein schreibt in einfachen und direkten Worten, die seine kindliche und reifende Sicht auf seine Familie und sich selbst wiedergeben. Das beste Beispiel hierfür ist schon der Titel des Buches: "Vielleicht ist es sogar schön" - ein Satz, den die Mutter während eines Krankenhausaufenthaltes zu ihrer wehklagenden Bettnachbarin sagt. In diesen Worten stecken für mich unglaublich viel Hoffnung, Zuversicht, Glaube, Optimismus, Lebensfreude, ein lächelnder Blick, Weisheit, Liebe. Es ist ein Satz, der sich mir eingebrannt hat.
Das Buch habe ich schnell durchgelesen, obwohl es mich an vielen Stellen innehalten ließ, mich zum Nachdenken anregte. Jakob Hein hat in mir eigene, mitunter längst vergessen geglaubte Erinnerungen wachgerufen.

Schlusswort:
"...dass man stets aufs Neue dem Leben vertraut, obwohl man weiß, dass es tödlich endet..." (Thomas Köster)

Donnerstag, 10. Januar 2008

ein schneeball

*
eisblau
sonniges Lachen
vergönnt wenige Stunden
erweckt die tiefe Sehnsucht
nach bunten Schmetterlingen
duftenden Blumen
himmelblau
*
(c) wortmeer


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Nicht nur jenes sondern auch dieses Buch lag für mich unterm Weihnachtsbaum*: Schreiben wollte ich schon immer von Rosemarie Meier-Dell`Olivio, erschienen im Oesch Verlag. Ein Buch mit vielen Anregungen - nicht nur zum Tagebuch schreiben. Als ich den Titel las, fühlte ich mich sofort angesprochen.
Ich bin noch nicht ganz durch, aber ich wollte Euch das Buch schon einmal vorstellen. Es hat mich zu den obigen Zeilen inspiriert.
Diese Form nennt sich Schneeball. Es beginnt in der ersten Zeile mit einem Wort, in der zweiten mit zwei Wörtern bis hin zur vierten Zeile mit vier Wörtern und dann nimmt die Zahl der Wörter pro Zeile wieder ab.
Theoretisch könnte man um diese Zeilen eine kreisförmige Linie ziehen. Ich traue Euch zu, dass Ihr die Phantasie entwickeln könnt, um Euch dann einen Schneeball vorzustellen.

Na, Lust auf eine Schneeballschlacht?


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* Ein ganz lieber Gruß & Umarmung an meine M&P!

Sonntag, 6. Januar 2008

"Wörtersee für Wortmeer"

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...ein neuer Humor. Ich entdecke einen neuen Humor an mir. Das macht sicher der Einfluss von Robert Gernhardt.

Ich muss gestehen, Robert Gernhardt und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Mir ist der Schriftsteller, Lyriker und Zeichner - vor allem durch seine Verse - erst in den letzten Jahren bewusst begegnet, d.h. ich mich auf seine Gedichte einlassen konnte, auf seine Art von Humor. (Eine Schande, ich weiß, doch wie heißt es so schön: Lieber spät als nie.)

Robert Gernhardt ist vielen sicher durch seine Texte für Otto Walkes, den ich nun wirklich nicht mag, bekannt. Den Titanic-Lesern, wozu ich auch nicht gehöre, waren seine Gedanken über Jahre ein ständiger Begleiter. Vieles hat er veröffentlicht. Mehr könnt Ihr hier nachlesen.

Den ersten wirklichen Zugang zu Robert Gernhardt habe ich in einer Ausstellung von F. W. Bernstein in Frankfurt, beide waren Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule, eine Gruppe von Schriftstellern und Zeichnern, bekommen. Mich beeindruckte ihre Leichtigkeit mit Zeichnungen und Worten neue Wege zu gehen, Grenzen zu überschreiten. Bewundernswert finde ich auch die Verse von Robert Gernhardt, in denen er dem Krebs in der Zeit vor seinem Tod begegnete, sich seinen Humor bewahrte, sich dem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen stellte.

Das Buch Wörtersee erschien erstmals 1981. Etliche Jahre später halte auch ich es in den Händen.* Ich schlage die Seiten des Buches auf und schwimme genüsslich im Wörtersee. Mir erschließt sich ein für mich neuer Blick auf unsere Welt. Ich lasse die Verse und Zeichnungen, die Worte und Pinselstriche auf mich wirken, spüre wie sie ihre Spuren der Leichtigkeit in mir hinterlassen, wie sie mich inspirieren, wie die Worte in mir zu einer neuen Melodie tanzen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch trotz des grauen Himmels einen fröhlich melodisch tanzenden Sonntag!


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* Ein Geschenk unterm Weihnachtsbaum - mit der lieben Widmung: Wörtersee für Wortmeer. Herzlichen Dank an D. R. vom wortmeer!

Montag, 3. Dezember 2007

berührt...

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Der fremde Freund. Drachenblut
von Christoph Hein, Suhrkamp Verlag

Wo gekauft?
Das Buch habe ich von einer lieben Freundin geliehen bekommen. Sie hat es mir empfohlen, als wir über den Schriftsteller Jakob Hein sprachen... Christoph Hein ist sein Vater.
Kaufen kann man das Buch ja bekanntlich auch hier.

Kurz gesagt:
ohne Freude, ohne Lachen, nicht einmal Tränen...

Etwas mehr gesagt:
Das Buch beschreibt das leidenschaftslose Leben einer Frau um die vierzig. Sie ist geschieden und lebt allein. Sie hat sich ihr Leben ohne Freude eingerichtet, um ihren Problemen und den Problemen der anderen aus den Weg zu gehen. Sie stellt keine Fragen, lebt jeden Tag gleichmäßig eintönig wie die Tage zuvor und die Tage danach. Nicht einmal in ihrer Arbeit als Ärztin empfindet sie Begeisterung. Sie ist zufrieden mit sich und ihrem Leben. Denn Zufriedenheit, das ist mehr als andere jemals erreichen.
Sie ist zufrieden, aber nicht glücklich.
Es ist ein Buch, bei dem ich erst am Ende bemerkte, wie sehr es mich berührt hat. Hatte ich zu Beginn eine leichte Abneigung gegenüber dem Schreibstil. Der Autor erzählt belanglos in kurzen Sätzen auf einer immer gleichwährenden Frequenz, ohne jegliche Unterschiede in der Tonlage.
Aber genau das ist es, was die Novelle so anziehend macht. Die Langeweile und Belanglosigkeit des Lebens der Protagonistin gähnen in jeder Zeile und werden verstärkt durch die Ich-Perspektive.
In einem Satz heißt es: "Ich lebe mit mir zusammen, ohne viele Fragen zu stellen." Damit ist das leidenschaftlose Leben der Frau meines Erachtens sehr gut auf den Punkt gebracht.
Im Klappentext wird ein Satz von Rolf Michaelis zitiert, in dem er sagt: "Ein Buch, so still, daß man die Schreie hört, die da verschluckt werden..." Ich möchte diesen Gedanken weiterführen und sagen: Das Buch ist so still, dass man die verletzenden Stiche der unterdrückten Schreie förmlich spüren kann.
Ich fühlte die Schmerzen dieses zufriedenen aber unglücklichen Lebens - blutend in meiner Brust.

Ich hoffe, weiß und wünsche mir, dass ich mit meinem Leben glücklich bin, dass Worte darüber vor Begeisterung fliegen, sich im Sonnenschein wiegen und nicht wie in dem Buch im Grau der Eintönigkeit dahinsiechen. Ich habe Wünsche und Träume, Ziele, die ich erreichen möchte und mich auf dem Weg dorthin im Jetzt glücklich schätze, nicht immer zufrieden, aber glücklich.
Dies ist mir durch das Buch wieder einmal bewusst geworden. Und ich finde es erschreckend, dass es Menschen gibt, denen es - trotz möglicher Umstände - nicht so geht, dass viele dieses Grau tagtäglich leben.

Es sei noch erwähnt, dass das Erzählte im früheren Ostberlin spielt. Aber ich finde, es spielt keine entscheidende Rolle, denn genauso oder ähnlich könnte es sich auch in einer westdeutschen Stadt zu getragen haben, könnte es sich jetzt irgendwo zutragen.

Schlusswort:
Das Buch ist für mich eine echte Empfehlung. Gleichzeitig ist es eine Mahnung für mich und mein Leben, dass ich mir viele Fragen stellen und das Glück genauso wie das damit verbundene Risiko, Schmerzen zu erfahren, leben und spüren möchte. Ich möchte nicht im Drachenblut baden.

Montag, 15. Oktober 2007

gedrucktes von Petros

Mit wenigen Worten sagt er so unglaublich viel. Das Buch "Blaue Küsse" von Wolfgang Schulze alias Petros ist ein Muss für Kreta-Liebhaber oder solche, die es werden wollen.

Weit ab der touristisch geprägten Wege zeigt er das wahre Kreta. Er gibt Tipps, beschreibt Orte, Wege und Menschen, die sonst im Verborgenen blieben.

Doch hauptsächlich lässt Petros uns in sein Herz blicken. Das Buch ist eine lyrische Liebeserklärung an Kreta, das Paradies, eine Homage an seine Insel, wie er sie lebevoll nennt.

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Herzlich Willkommen, lieber Petros - zurück von Kreta, zurück in der Blogpoesie!

Donnerstag, 20. September 2007

das geheimnis...

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Das Geheimnis des Rosenhauses
von Annette John, Beltz & Geldberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel 2007

Wo gekauft?
Von einer früheren Kollegin, einer lieben Freundin habe ich dieses Buch geschenkt bekommen. (Aber kaufen kann man es ja bekanntlich auch hier.)

Wie bin ich auf dieses Buch gekommen?
Als ich vor einigen Wochen bei der Freundin war, besuchten wir gemeinsam Ihre Nachbarin, die Autorin Annette John. Ihr erstes Buch wurde kürzlich veröffentlicht, und das wurde mit Freunden gefeiert.
Das Erstlingswerk „Das Geheimnis des Rosenhauses“ ist ein Jugendbuch, ein Hexenroman, ein Fantasieroman. Eigentlich werfe ich mangels Interesse sonst keinen Blick auf ebendiese Bücher, wenn ich durch eine Buchhandlung schlendere. Doch als die Autorin an diesem schönen Sonntagnachmittag zu lesen begann, alle ringsum fasziniert lauschten, konnte ich mich dem Bann dieser Geschichte nicht mehr entziehen.

Kurz gesagt:
spannend, fantasiereich, bunt, gruselig, schmunzelnd, traurig, fröhlich, träumend, fesselnd, faszinierend

Etwas mehr gesagt:
Nach fünf Tagen kam für mich die große Frage: „Und was mache ich jetzt?“ In jeder freien Minute, ob unterwegs oder abends gemütlich auf dem Sofa, tauchte ich ein in die Geschichte der elfjährigen Lulu und ihrer Familie. Das Hexenmädchen, ihre Schwester Rafaela, der kleine Bruder Bumbum, ihre wunderschöne Mutter Graviata, ihre Tiere und mit ihnen viele andere Leben in einer Märchenwelt voller zauberhafter Wesen und Dingen, voller Gefahren und Abenteuer.
Im Gegensatz zur Rezension im fantasyguide fühle ich mich von der ausführlichen Erzählweise des Romans angezogen. Sie zieht mich immer mehr in die Geschichte hinein, lässt immer wieder neue fantastische Bilder entstehen, bringt mich den Charakteren der Figuren immer näher.
Das Buch handelt aber nicht nur von Hexen, Zaubersprüchen, Intrigen und Abenteuern. Das Hexenmädchen nähert sich nachdenklich auch den Themen Schönheit, Zeit, Familie und Freundschaft.
Die Autorin malt mit den Worten, erschafft starke Figuren, weite Landschaften und zauberhafte Orte. Die Worte, sie fliegen.
Genau zur richtigen Jahreszeit kommt das Buch auf den Markt. Es ist ein Roman, um es sich bei frostigen Temperaturen zu Hause mit Tee und bei Kerzenschein auf dem Sofa gemütlich zu machen.

Schlusswort:
Für mich, ein spannendes Buch zum Eintauchen in eine andere, fantastische Welt!

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